Under the sea


Nachdem wir die letzten drei Tage nur gefaulenzt haben, haben wir wieder Energie für neue Abenteuer. Und was bietet sich da mehr an, als die Unterwasserwelt von Mafia Island. Die Insel ist vor allem bekannt für seine Walhaipopulation aber es soll auch ein tolles Tauchrevier bieten. Da wir beide schon Walhaie gesehen haben, entschieden wir uns für „normales“ Tauchen. Die Tauchplätze befinden sich in einem eigens geschützen Meeresschutzpark, für den man 24$ pro Person Eintritt zahlt. Unterwegs waren wir mit der PADI Tauchbasis „Dive Planet“. Aufgrund der Abgeschiedenheit des Hotels leider kein ganz billiges Vergnügen weil immer die Fahrt um halbe Insel mit eingepreist werden musste. Aber die Basis ist absolut empfehlenswert. Das Equipment macht einen gepflegten Eindruck, alles ist super sauber. Es gibt Duschen mit warmen Wasser und das Personal ist nett und professionell. Könnte sicherlich auch daran liegen, dass im Hintergrund eine Schweizerin die Fäden mit in der Hand hält.

Also Ausrüstung empfangen und schon gehts los. Wir sind zu 5. Eine holländische Familie mit einem ca. Fünfjährigen (der aber an Bord blieb) und ein anderer Europäer, dessen Nationalität wir jedoch nicht ergründen konnten. Zusammen mit zwei Guides ging es dann los.
Da wir beide das letzte Mal 2017 tauchen waren, haben wir uns schon gefragt, ob alles klappen wird. Aber es ist tatsächlich ein bisschen wie Fahrradfahren. Man verlernt es nicht. 😉

Der erste Tauchgang war so um die 45 Minuten und trotz langem Neoprener und zusätzlichem Shorty war ich trotzdem ordentlich durchgeforen. Gott sei Dank hatten wir heißen Masala Tee an Bord. Außerdem leckeres Bananenbrot. 😁

Tauchplätze in Hülle und Fülle

Unser zweiter Tauchgang sollte dann am sogenannten Kinasi Pass stattfinden. Nach Aussage unseres Guides einer der schönsten Tauchspots hier.
Der Einstieg erfolgt am sogenannten „Pinnacle“ einer markanten Felsformation, hinter der uns sogar eine ganz ordentliche Strömung empfängt. Aber nachdem wir die Formation umrundet haben und uns am Anfang einer tollen Steilwand mit Korallen wiederfinden wird es konfus. Zuerst verschwindet die Holländerin, dann der 2. Tauchguide. Da beide hinter uns waren, wissen wir auch nicht warum. Zunächst tauchen wir mit unserem Guide weiter. Aber nach einer Weile sind die beiden anderen immer noch nicht wieder da und da die Sicht nicht weiter als 20 Meter reicht, entscheidet sich unser Guide dann doch nach den beiden zu sehen/suchen.
So drückt er Christoph eine Rettungsboje in die Hand und gibt uns zu verstehen, dass wir „vor Ort“ warten sollen. Allerdings dreht daraufhin der andere Europäer durch und schwimmt einfach davon. Gott sein Dank hat er sich dann wohl doch berappelt und kam wieder zurück. Nach einer kurzen Weile kam unser Guide wieder, allerdings ohne die anderen Beiden. Daraufhin hat der Ehemann offenbar Panik bekommen und hyperventiliert, jedenfalls hatte er vor lauter Aufregung keine Luft mehr übrig, so dass er den Notregler unseres Guides brauchte und beide einen Notaufstieg machen mussten. Hieß leider auch für uns (aber wenigstens kontrolliert) aufsteigen. Von dem Tauchplatz haben wir natürlich nicht viel gesehen. Und nicht, dass hier ein falsche Eindruck entsteht. Die beiden Guides haben die Situation absolut professionell gemanagt. Am Ende stellte sich heraus, die Frau hatte wohl ein Problem mit ihrer Taucherbrille hatte. Und immerhin hat uns die Tauchschule daraufhin einen weiteren Tauchgang for free angeboten. Fair enough!

Und den haben wir dann auch zwei Tage später eingelöst. Dieses Mal zusammen mit einer vierköpfigen französischen Familie mit zwei Teenagern, einer Asiatin (Chinesin?) und einem Schweden. Dieses Mal ging es nach „Coral Gardens“ und anschließend noch mal zum „Kinasi Pass“.

Und tatsächlich haben wir dieses Mal die Schönheit voll genießen können. Tolle noch halbwegs intakte Korallengärten, Fischschwärme, ein großer Stachelrochen, Schildkröten und ein zahmer Napoleonfisch haben unser Taucherherz höher schlagen lassen.
Da wir dieses Mal mit 3 Guides unterwegs waren, habe wir auch nicht mitbekommen, dass es bei den Franzosen zu Problemen mit der Kälte und dem Druckausgleich kam und die Asiatin offenbar noch nie tauchen war (und vermutlich auch danach nicht mehr – sie hat jedenfalls ihre ganze gebuchten Tauchgänge wieder zurückgegeben 😯🙄)

Uns hat es jedenfalls wahnsinnig gut gefallen. Ganz klare Empfehlung.😀

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