Pünktlich 3.30 Uhr wurden wir geweckt. 😵💫Heute war es endlich soweit, unsere letzte Etappe und unser Ziel Machu Picchu lagen vor uns.
Der Grund für das zeitige Aufstehen ist nicht etwa einer besonders langen Etappe geschuldet, ganz im Gegenteil. Es ist ein „Logistikproblem“. Die Träger müssen samt der kompletten Ausrüstung den ersten Zug ab Aguas Calientes erwischen, um zurück zum sogenannten Kilometer 80 zu kommen. Danach ist der Zug ausschließlich für den Transport der vielen Touristen da.
Für uns bedeutete das, zusammen mit all den anderen Campbewohnern warten. Denn erst 5.00 Uhr öffnen sich die Tore zum letzten Trailabschnitt. Aber immerhin wurden wir mit schönen Bildern aus der Nacht und zur blauen Stunde entlohnt.


Tatsächlich ist die letzte Etappe mit 6 Kilometern die kürzeste. Ein schon fast entspannter Aufstieg führt zunächst von 2.500m auf 2.750m zum sogenannten „Sungate“.


Und dann steht man plötzlich am „Sungate“ und schaut hinunter auf Machu Picchu. Noch winzig klein aber dennoch schon mehr als atemberaubend. Auch der zeitige Aufbruch macht sich jetzt doppelt bezahlt, da wir zuschauen konnten, wie Machu Picchu immer mehr aus dem Bergschatten in das Sonnenlicht trat. Ein wahrhaft magischer Anblick.
Vom „Sungate“ ist es noch ein guter Kilometer bis man tatsächlich in Machu Picchu ankommt.
Auf diesem bietet sich einem in jeder Kurve ein anderer Blickwinkel, wahlweise auf Machu Picchu oder in die Anden. Schon das für sich allein schon ein Grund den Trail zu gehen.

Da wir bereits gegen 7.20 Uhr vor Ort waren, hatten wir das große Glück, alles noch ohne die großen Touristenmassen, die sich so ab 10.00 Uhr durch die Ruinen schieben, betrachten zu können.
Jedoch bekommt man auch als „Trail-Gruppe“ einen Zeit-Slot, um sich das Zentrum von Machu Picchu anschauen zu können. Und unserer war von11.00 bis 12.30 Uhr, sprich in sengender Mittagshitze bei ca. 30 Grad. 🥵 Damit haben wir auf diesem Trail nun aber wirklich alle Wetterphänomene erlebt 😁😂.
Aber es hat sich über alle Maßen gelohnt. Die Ruinen von Machu Picchu sind einfach beeindruckend.
Nach unserer Führung ging es dann recht komfortabel mit dem Bus nach Aguas Calientes wo ein leckeres Mittagessen auf uns und ein leckeres Bier auf Chris wartete.

Von unserem Restaurant im ersten Stock hatten wir dann auch einen direkten Blick auf eine Demonstration, die lautstark unter unserem Fenster entlang zog. Was es damit auf sich hatte, erzählen wir euch im nächsten Beitrag.
Nach dem Essen haben wir noch ein bisschen Aguas Calientes erkundet, bevor es mit dem Zug zurück zum „Kilometer 80“ ging. Das war schon deshalb ein Erlebnis, weil im Zug sämtliche Klimaanlagen, sofern es überhaupt welche gab, ihren Dienst versagten. Gefühlt herrschten jedenfalls 50 Grad im Abteil. Die Aussicht während der Fahrt hat jedoch für jeden Tropfen Schweiß entschädigt.
Zu guter Letzt ging es mit dem Transporter zurück nach Cusco, wo wir abends erschöpft aber glücklich ins Bett fielen.











